der Firma P.I.P. und pfm medical (TriBREEZE) wurden bei uns nie eingesetzt!
Di und Do 17-18 Uhr
"Chancen nutzen, Risiken meiden" von Dr. med. W. Kümpel
Botox
Beim Botulinumtoxin (Botox) handelt es sich um ein seit über 20 Jahren in der Augen- und Nervenheilkunde verwendetes Nervengift, das ein Produkt des Bakteriums Clostridium botulinum ist. Das Protein hat eine spezifische Affinität zu den motorischen Nerven, weshalb es seit Jahren bei abnormalen Gesichtsbewegungen, Gesichtsmuskel- und Lidkrämpfen eingesetzt wird.
Wie wirkt Botox?
Botulinumtoxin hemmt die Reizüberleitung vom Nerven auf den Muskel, indem es die Ausschüttung von Botenstoffen aus den Speicherbläschen hemmt und dadurch die Reizüberleitung blockiert. Der Muskel kann somit nicht mehr durch Nervenimpulse stimuliert werden, er entspannt sich und die darüber liegende Haut entfaltet sich. Der erste Effekt zeigt sich nach zwei bis fünf Tagen. Da Botox eine Muskelentspannung bewirkt, eignet es sich besonders zur Glättung mimischer Falten. Die wichtigsten Einsatzgebiete für den Nervenblocker sind Stirnfalten, Glabellafalten (Zornesfalten) und Augenfalten (Krähenfüße).
Wie wird behandelt?
Nach gründlicher Desinfektion der Haut werden die Einstichstellen markiert und mit einer sehr dünnen Kanüle kleinste Mengen eingespritzt. Eine Betäubung ist nicht erforderlich. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten. Anschließend werden Kühlkompressen für 10 Minuten aufgelegt, um Schwellungen und Verfärbungen zu unterdrücken.
Wie lange hält der Erfolg an?
Die Wirkung hält zwischen vier und acht Monate an.
Kann die Behandlung wiederholt werden?
Die Behandlung mit Botulinumtoxin kann nach dem heutigen Stand der Wissenschaft bedenkenlos wiederholt werden. Der zeitliche Abstand zwischen zwei Injektionen sollte mindestens 12 Wochen betragen. Bei kürzeren Intervallen oder höheren Dosierungen kann es passieren, dass die Therapie nicht mehr anschlägt. Bei manchen Patienten bildet sich der Muskel regelrecht zurück, sodass nach einigen Behandlungen ein dauerhafter Erfolg eintritt.
