der Firma P.I.P. und pfm medical (TriBREEZE) wurden bei uns nie eingesetzt!
Di und Do 17-18 Uhr
"Chancen nutzen, Risiken meiden" von Dr. med. W. Kümpel
Fettabsaugung / Fett absaugen
Fotogalerie auf unserer spanischen Webseite www.lipoclinic.es (In Deutschland leider seit 24.04.2006 verboten).
Vorbemerkung
Die Fettabsaugung (Liposuktion/liposuction) ist vermutlich der häufigste schönheitschirurgische Eingriff in Deutschland, aber wahrscheinlich auch die Operation, die am häufigsten nachkorrigiert wird. Frühere Operationsergebnisse in den Anfängen der Fettabsaugung in den 70er- und 80er-Jahren waren alles andere als befriedigend. Erst mit Einführung der Tumeszens-Technik (lat. tumescere = anschwellen) wurden die Ergebnisse zufriedenstellender und die Komplikationsrate nahm ab. Das derzeit beste und schonenste Verfahren zur dauerhaften Entfernung von Fettansammlungen an Kinn, Brust, Bauch, Hüfte, Gesäß, Oberschenkeln, Knien und Fesseln ist die Fettabsaugung (Liposuktion/liposuction) mittels Tumeszenz-Technik und Vibrationslipektomie. Hierbei handelt es sich um eine noch schonendere Fettabsaugung durch feine, vibrierende Kanülen. Wir empfehlen unseren Patienten bei einer größeren Fettabsaugung anästhesiologischen Beistand, was für Sie ein Mehr an Komfort bedeutet. Kleinere Fettabsaugungen an Hals oder Knie können problemlos in Lokalanästhesie durchgeführt werden, aber selbstverständlich können Sie auch hier einen sog. "Dämmerschlaf" wählen. Die winzigen Hautschnitte beim Fettabsaugen sind zwischen 2-3 mm lang. Sie liegen verdeckt in natürlichen Hautfalten oder können wie z.B. bei der "Reithosen"-Fettabsaugung später durch ein Bikinihöschen verdeckt werden. Eine kleine Fettabsaugung kann ambulant behandelt werden, nach einer größeren Fettabsaugung sollte eine Bettruhe von 24 Stunden eingehalten werden. Die winzigen Einstiche werden verklebt und die Pflaster entfernen Sie nach 5-6 Tagen. Das Tragen eines Verbandes oder einer Kompressionshose nach dem Fettabsaugen ist für ca. 2-4 Wochen unbedingt erforderlich. Blutergüsse und Schwellungen, die nach dem Fettabsaugen auftreten können, verschwinden mit Hilfe von Massagen nach 2-3 Wochen völlig. Für 4-6 Wochen sollte jedoch auf körperliche Anstrengung verzichtet werden.
Kommt eine Fettabsaugung für mich infrage?
Voraussetzungen für eine Fettabsaugung sind die allgemeine Operationsfähigkeit, ein guter Allgemeinzustand, ein einigermaßen festes Bindegewebe, normale Hautspannung und lokalisierte Fettansammlungen. Vor jedem Eingriff ist eine Blutuntersuchung erforderlich. Sollte der Eingriff in Narkose durchgeführt werden, ist auch ein EKG notwendig. Eine allgemeine Fettleibigkeit von Kopf bis Fuß mit Überschreiten des Normalgewichts um dutzende Kilos kann mit der Fettabsaugung nicht behandelt werden. Einzelne umschriebene Fettdepots vom Kinn bis zu den Fesseln können dagegen, wenn sie mit anderen Maßnahmen nicht verschwinden, gezielt abgesaugt werden.
Geeignet für die Fettabsaugung sind Personen, deren Body-Mass-Index (BMI) einen bestimmten Wert nicht übersteigt (Einen Link zur Berechnung finden Sie unten). Wichtig ist es, realistische Erwartungen an den behandelnden Chirurgen zu stellen. Überzogene Vorstellungen und Orientierungen an Fotomodellen sind eher ein Grund, nicht zu operieren. Auch sollten keine zu hoch gesteckten Erwartungen mit Zwang zum Perfektionismus an den Operateur gestellt werden. Sie sollten, und das gilt im Grunde für alle Operationen, sich nicht auf Wunsch oder Druck durch einen Partner zur Korrektur ihrer Körperkontur entscheiden. Zunächst sollten sie versuchen mit Sport, Gymnastik und Diät unliebsames Fett abzuschmelzen. Dieses erfordert Kraft, Ausdauer und Disziplin. Erst, wenn sie feststellen mussten, dass all diese Massnahmen erfolglos waren, sollten sie die Fettabsaugung in Betracht ziehen. Da dies keine einfache Behandlung, sondern, obgleich mehr als tausendfach bei uns ausgeführt, eine Operation ist, sind einige Vorbereitungen zu treffen. Bei bekannter Allergie auf Betäubungsmittel, Erkrankungen des Nervensystems, der inneren Organe oder Blutgerinnungsstörungen sollte nicht operiert werden. Falls Sie Medikamente regelmäßig einnehmen, muss die Operationsfähigkeit durch einen Allgemeinarzt/Internisten abgeklärt werden.
Wie wird operiert?
Vor der Operation ist eine Fotodokumentation aus verschiedenen Richtungen unerlässlich. Das abzusaugende Gebiet wird mit Stiften markiert, Besonderheiten wie Narben, Dellen oder ähnliches werden andersfarbig angezeichnet und die 3 mm großen Einstiche festgelegt. Das angezeichnete Hautareal wird mehrfach desinfiziert und die Einstiche punktförmig betäubt; dann wird eine Lösung aus Kochsalz, Adrenalin, Xylonest und Bicarbonat unterspritzt. Diese Einspritzung und Aufdehnung des Gewebes kann mit einer oder mehreren feinen Kannülen erfolgen. Die Lösung muss dann bis zu einer Stunde auf das Gewebe einwirken. Als Folge ist die Haut betäubt, die Blutgefäße haben sich zusammengezogen und das Fett aufgelockert.
Die moderne Fettabsaugung erfolgt mit Tumeszenzlösung und Vibrationstechnik mit Kanülen eines Durchmessers von 2-3 mm. Bei der Vibrationsliposuktion bewegt sich die kanüle in axialer Richtung der Längsachse ca. 2,8 mm mit einer Frequenz von 3.000 bis 5.000 Hüben pro Minute hin und her.Durch gleichförmiges Hin- und Herbewegen der Kanülen werden die Fettzellen horizontal, fächerförmig und vertikal in verschiedenen Höhen schrittweise abgesaugt. Das Bindegewebsgerüst sowie die Blutgefäße und das Lymphsystem werden weitestgehend geschont. Eine Erleichterung für den Operateur ist die Verwendung von "schwingenden" oder "vibrierenden" Kanülen, die den Arbeitsgang erleichtern oder verkürzen. Ob diese selbstbewegenden Kanülen durch einen Elektormotor oder Druckluft angetrieben werden, ist für das Ergebnis unerheblich.Die Behandlung selbst ist in der Regel nicht schmerzhaft. Sie spüren nur, dass an Ihnen gearbeitet wird. Mit einem leichten Beruhigungsmittel oder aber anästhesiologischem Beistand lässt sich die Behandlung gut aushalten. Entscheidend für das Ergebnis ist das einzig das sorgfältige Arbeiten mit Fingerspitzengefühl. Ein "Wedeln" mit der Kanüle kann eine Verletzung der Bindegewebsstrukturen zur Folge haben. Unerläßlich ist das Kontrollieren und Führen der Kanüle mit der zweiten Hand. Eine Straffung des Gewebes mit der Führungshand verbessert die Effektivität der Fettabsaugung. Da es keine klaren anatomischen Strukturen gibt und der Operateur freihändig arbeitet, kann man sagen, dass es dem Modellieren des Bildhauers ähnelt, mit dem Unterschied, dass weiches, sich stets veränderndes Gewebe schieriger zu modellieren ist als Stein oder Holz. Am Ende werden die Einstiche mit sterilen Pflastern geschlossen und noch im OP eine Kompressionsbandage angezogen.
Welche Regionen eignen sich für die Fettabsaugung (Liposuktion)?
Außenseite der Oberschenkel ("Reithosen") und Gesäß
Amhäufigsten werden Fettdepots an den Außenseiten der Oberschenkel entfernt. Hier können pro Seite 500 bis 1000 ml Fett abgesaugt werden. Das Gesäß kann seitlich, oben und unten abgesaugt werden, ein mittlerer unterer Bereich muss ausgespart bleiben. Unterhalb der Gesäßfalte darf nur oberflächlich abgesaugt werden, da sonst die tiefen Gewebsschichten ihre Stützfunktion verlieren. Hier muss besonders vorsichtig gearbeitet werden.
Innenseite der Oberschenkel und Knie
Wenn die tastbaren Fettpolster fest erscheinen, können die Oberschenkel innen vorsichtig abgesaugt werden. Voraussetzung ist, dass die Haut nicht überdehnt oder schlaff ist. An den Knien gibt es diesbezüglich selten Probleme mit der Haut, hier verläuft der Eingriff in der Regel problemlos.
Waden und Fesseln
Wasseransammlungen, Lymphödeme oder einfach voluminöse Muskeln müssen ausgeschlossen sein. Besser eignen sich die Fesseln zum Absaugen, wenn es sich um reines Fettgewebe handelt.
Bauch - Taille -Hüften
Nur Fett, das zwischen Bauchmuskulatur und Haut liegt, kann abgesaugt werden. Wie viel Fett sich dor befindet können Sie mit dem Kneiftest leicht selbst ermitteln. Hier lassen sich bis zu 2000 ml in einer Sitzung entfernen. Im Gegensatz dazu kann ein "Bierbauch" nicht abgesaugt werden, da sich das Fett meist im Bauchraum, als hinter der Bauchmuskulatur, befindet. Gut entfernen lässt sich dagegen überschüssiges Fett an Taille und Hüften (die ungeliebten "Rettungsringe"), das bei Männern auch selten durch Sport oder Diät abgebaut werden kann.
Männerbrust
Wenn es sich um Fett handelt und keine Vergrößerung der Drüsen (so genannte Gynäkomastie) vorliegt, kann das Fett zwischen Brustmuskel und Haut sehr gut abgesaugt werden.
Hals und Kinn
Fett zwischen Haut und Muskulatur kann gut abgesaugt werden, wenn keine allgemeine Haut- und Muskelerschlaffung vorliegt.
Gibt es einen Alternative zur Operation?
Wie reagieren Fettzellen auf Diät oder körperliche Anstrengung? Fett ist nicht gleich Fett und einige Fettzellen reagieren auf Diätoder körperliche Anstrengung, andere nicht. Frauen haben eine andere Fettverteilung als Männer, was hormonelle Ursachen hat. Die nach der Pubertät bei vielen Frauen angelegten Fettdepots an den Außenseiten der Oberschenkel sind absolut diätresistent. Frauen mit diesem Problem können bis zur Erschöpfung Sport treiben und Diät halten bis die Brüste schrumpfen, die so genannten Reithosen verschwinden nicht. Dieses Speicherfett kann nur operativ entfernt werden und die Fettabsaugung ist hierfür wie geschaffen.
Bei Männern speichert sich Fett vielfach im an den Hüften und im Brustbereich. Diese Fettzellen können selten mit Sport oder diätetischen Maßnahmen beseitigt werden. Für diese Probleme gibt es zur Fettabsaugung keine Alternative.
Andere Regionen wie z.B. Hals, Bauch oder Oberarme sprechen durchaus auf körperliches training oder Diät an und hier wären durchaus Alternativen denkbar.
Welche Risiken gibt es?
Dellenbildungen, Wellenbildungen, Grübchen oder Vertiefungen waren gefürchtete Risiken in der Zeit, als die Fettabsaugung gerade entwickelt war und die Kanülen noch Durchmesser 12-15 mm hatten. Mit den heutigen Kanülen, der Tumeszenz-Lösung und der Vibrationstechnik sind diese Risiken sehr selten geworden. Ödembildungen, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühl, Blutergüsse oder Unregelmäßigkeiten können auftreten, verschwinden in der Regel aber rasch. Im Bereich der Gelenke und im Halsbereich können Schwellungen über mehrere Monate andauern. Wundinfektionen, Hautnekrosen, Embolien, Thrombosen oder die Verletzung innerer Organe sind extrem selten.
OP-Vorbereitung - was muss ich vor der Operation beachten
Wie bei allen Operationen sollten zwei Wochen vor der Operation keine acetylsäurehaltigen Medikamente (z.B. Aspirin, ASS) eingenommen werden, denn diese Medikamente beeinflussen die Blutgerinnung. Raucher dürfen zwei Wochen vor der Operation maximal 5 Zigaretten pro Tag rauchen.
Was passiert nach der Operation?
Unmittelbar nach der Fettabsaugung, noch im Operationssaal, wird ein Kompressionsverband angelegt. Bei Absaugungen im Oberschenkelbereich ist das eine Hose, bei Absaugungen im Brust-Bauchbereich meist ein Gurt mit Klettverschluss. Auf die verschlossenen Einstiche werden Kompressen gelegt, da noch in den nächsten Stunden nach der Operation Wasser herausläuft. Auch wenn dieses Wasser rot gefärbt ist, bedeutet das nicht unbedingt, dass die Wunde noch blutet. Nur wenige Blutstropfen färben Wasser rot.
Wie lange hält der Erfolg an?
Einmal abgesaugte Fettzellen wachsen nicht nach. Insofern ist der Eingriff dauerhaft. Das sollte aber nicht dazu verleiten maßlos zu essen. Natürlich können sich die an den abgesaugten Stellen verbliebenen Fettzellen vergrößern, denn bei einer Fettabsaugung werden an der behandelten Region nicht alle, sondern ca. 2/3 der vorhandenen Fettzellen entfernt. Wenn Sie auf Ihr Gewicht achten und dies kontrolliert halten, ist der Erfolg dauerhaft.
Kosten: ab 1.200 € / Region
Zusammenfassende Informationen zur Fettabsaugung
Vor der OP:
Voruntersuchung erforderlich: Labor
bei Eingriff in Lokalanästhesie und bei Eingriff in Narkose.
Nach der OP:
Schmerzen sind meist gering und können mit leichten Schmerzmedikamenten behoben werden.
Schwellungen können einige Wochen, im Bereich von Gelenken einige Monate, dauern.
Kompressionsverband, den Sie von uns bekommen, ist für 4 Wochen zu tragen.
Arbeitsfähigkeit ist nach 3 Tagen möglich.
Sport und körperliche Anstrengung sind für ca. 4 Wochen zu meiden.
Sonne sollte für ca. 2-3 Monate gemieden werden.
Hier berechnen Sie Ihren BMI (Body Mass Index)
Weitergehende Fragen zur Fettabsaugung / zum Fettabsaugen?
Unverbindlicher Beratungstermin unter +49 30 8109596-0 oder Online.
